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Kinderschändung

gehört zu den schlimmsten Verbrechen die es auf dieser Welt gibt!

 

 

 

Ich finde man sollte vor solchen Dingen nicht die Augen verschließen, denn jeder der schweigt, schützt damit die

Täter!

 

 

 


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Dieser Textauszug schildert eines dieser schrecklichen Erlebnisse.

 

Aus dem Buch

" Monika B.

Ich bin nicht mehr eure Tochter"

Karin Jäckel, Bastei Lübbe, ISBN 3-404-61335-X

 

 

" Moni ", sagte mein Vater und drückte das Warme, Harte in meinen Mund, "Du kennst es doch! Zeig Papa, was du bei Opa gemacht hast! Es ist auch gleich vorbei! "

Ich kannte es. Ja, ich kannte es nur zu gut. Ich hörte das stöhnen und wußte, was er von mir erwartete. Es war ekelhaft! Es tat weh. Nein es war nichts Neues für mich. Und doch war es schlimmer als alles, was ich kannte. Ich wußte, ich durfte nicht schreien. Nie mehr durfte ich schreien. Kein Papa würde kommen und mich schützen und mich wegtragen und machen, dass das Schreckliche vorbei war.

Es war mein Papa selbst, der das Ekelhafte mit mir tat. Und wenn er es mit mir tat, musste es ja richtig sein.

Dann war es böse von mir, wenn es mir nicht gefiel. Mein Papa tat nichts Falsches. Ich war doch sein Engelchen. Er hatte mich doch lieb!

"Moni" keuchte mein Vater. " Monilein"

Ich würgte, weil diese Weisse mich ekelte. Es beklebte mein Gesicht, meinen Bauch, mein Nachthemd und mein Bett.

"Moni" sagte mein Vater und machte seine Hose zu, " Jetzt haben wie ein Geheimnis. Mein kleines Mädchen und ich. Nur wir beide, verstanden?!"

"Ja" flüsterte ich, denn man musste ihm antworten. Wenn man nicht antwortet, war man böse. Und böse Kinder mussten zum Esel zurück oder ins Heim.

(Mann hatte dem Mädchen gesagt "Ein Esel hat Dich im Galopp auf der Strasse verloren und wir haben dich gefunden. Wenn du nicht lieb bist, dann schmeißen wir Dich wieder auf die Strasse - man bedenke das Kind war zu diesem Zeitpunkt ca. 4 - 5 Jahre alt)

" Moni" sagte mein Vater und wischte mich mit einem Taschentuch ab. Es war hart und kratze, weil es schon benutzt war, aber es war mir egal.

" Papa hat dich ganz doll lieb. Aber wenn du Mami verätst, wie lieb Papa dich hat, hat Papa seine Moni gar nicht mehr lieb. Hast du gehört?"

"Ja !" flüsterte ich und erbrach mich in mein Bett.

Mein Vater sprang rasch aus dem Weg. " Macht nichts", sagte er. " Du wirst es schon noch mögen, Engelchen. Alle kleinen Mädchen mögen es. Du wirst schon sehen."

Meine Mutter fand mich morgens an der einzigen sauberen Stelle in meinem zerwühlten, verschmierten Bett: am Fussende.

 

 

 

 

 

Das ist ein Gedicht von einem Opfer

 

Die Tür fällt zu, Mama ist gegangen. Ich fühl mich wie ein Tier gefangen.

"Geh bitte nicht, bleib doch daheim! Ich bin doch sonst mit IHM allein!"

Ich lieg im Bett, still und verschreckt. Ich hätte mich so gern versteckt.

Doch nirgens werd ich sicher sein... vor IHM. Ich mach mich ganz klein.

Ganz langsam öffnet sich die Tür. Oh lieber Gott, bitte zaub´re mich weg von hier!

Doch ich bin noch da, ER kommt herrein.

"Komm Engelchen, Du darfst jetzt Mama sein.

Mein Schatz, ich hab Dich ganz doll lieb!"

Doch ich denk nur: Du bist ein Dieb! Du stielst mir mein Kinderlachen. Ich will diese Dinge nicht mit Dir machen!

Ich muss mit raus, hab keine Wahl. Jede Minute wird zur Qual.

Ich zähl sie mit "vier, fünf, sechs, sieben...", ich würd am liebsten tot hier liegen.

Ich spür die Übelkeit in meinem Bauch, ER stöhnt: "Na kleine Frau, gefällts Dir auch?"

ER atmet schneller, dann ist´s vorbei. "Du weisst, das wissen nur wir zwei. Das muss unser Geheimnis bleiben, sonst kann Mama Dich nicht mehr leiden."

Ich weiss es, ich darf nicht´s sagen. Wem auch??? Es stellt ja niemand Fragen!

Ich geh ins Bett, will sauber sein. Doch der Schmutz zieht in meine Seele ein.

Ich werd nie mehr sauber! Nie im Leben!!!

Kein Mensch kann mir mein Lachen (wieder) geben...

 

 

Auch heut noch lieg ich oft im Bett- ganz klein und suche ein Versteck.

Ich bin jetzt groß, erwachsen schon, hab zwei Mädels und einen Sohn. An meiner Seite habe ich einen Mann, dem ich fast voll und ganz vertrauen kann.

Fast... denn immer bleibt ein Rest, der mich nie voll und ganz vertrauen lässt.

Und das hat ER fertig gebracht, in jeder einzelnen "Mama-Papa-Nacht"!

 

 

 

 

 

 

 



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